TSV KK – Fussball – I. Herren – TSV KK verliert bei Iraklis – Feldspieler gibt den Torhüter

 22 Oktober 2018 0 Kommentare

Jetzt muss wieder ein Heimsieg gegen einen Vierten her

13 Spieltage sind in der Fußball-Landesliga mittlerweile absolviert. Doch das Gefühl, einen Elfmeter zugesprochen zu bekommen, bleibt für den TSV Krähenwinkel/Kaltenweide fremd. Im Auswärtsspiel  beim SV Iraklis Hellas Hannover schien es in der zweiten Halbzeit so weit zu sein. Ein Feldspieler der griechischen Gastgeber wehrte den Ball auf der Torlinie mit dem Unterarm ab. Alle rechneten damit, dass Schiedsrichter Justus Bertram zunächst dem Hannoveraner die rote Karte und anschließend auf den Elfmeterpunkt zeigen würde. Zum Entsetzen des Krähenwinkeler Anhangs geschah beides jedoch nicht.  Die Pfeife blieb stumm, die Partie lief weiter. Es war der negative Höhepunkt einer wenig souveränen Schiedsrichterleistung.

Doch lag es bei weitem nicht nur daran, dass die Krähen den Heimsieg gegen die SpVgg Bad Pyrmont vor Wochenfrist nicht vergolden konnten. Auf dem engen Platz in Hainholz, wo der SV Iraklis Hellas seine Heimspiele austrägt, sahen die Besucher zunächst eine recht zerfahrene erste Halbzeit, in der der TSV KK einige schöne Kombinationen zeigte, ohne jedoch einen Ertrag daraus zu erzielen. Statt dessen musste das Waldsee-Team in der 16. Minute das 0:1 hinnehmen. Mit einem strammen Schuss aus 16 Metern brachte Evangelos Papaefthimiou seine Farben in Führung. Jan Helms im Krähentor war noch mit der Hand am Ball, konnte den Einschuss jedoch nicht verhindern. Bei der Entstehung dieses Treffers hoben gleich drei KK-Spieler die Arme, um auf eine eventuelle Abseitsstellung hinzuweisen und vernachlässigten die alte Fußballerweisheit  „so lange er nicht pfeift, musst du weiterspielen“.

Nach dem Seitenwechsel wurde der TSV KK dann immer stärker und hatte zahlreiche Offensivaktionen. Ein Freistoß von Philipp Schmidt aus 17 Metern wurde von einem Iraklis-Spieler ins Toraus abgefälscht. Dann spielte Felipe-Marcel Böttcher den Ball elegant in den Lauf von Marcel Kunstmann. Als dieser am gegnerischen Tor angekommen war, gewann Torhüter Daniil Plakou das Duell mit Kunstmann. Kurz darauf hatte der lautstarke rot-blaue Anhang den Torschrei schon auf den Lippen. Mit einer starken Einzelleistung leitete Philipp Schmidt seine eigene Torchance gekonnt ein. Er brachte sich selbst in eine glänzende Schussposition, der rechte Pfosten beendete jedoch vorerst die Krähenwinkeler Ausgleichs-räume.

Aber kurze Zeit später durfte gejubelt werden. Bei einer weiteren Offensivaktion waren Schmidt und Kunstmann nach vorne geeilt. Philipp Schmidt hatte den Ball auf der rechten Seite am Fuß. Ein Zuspiel zu Kunstmann wäre kontraproduktiv gewesen, da dieser im Abseits stand. Also übernahm Schmidt selbst die Verantwortung. Er nahm den Ball volley und feuerte ihn über Daniil Plakou hinweg ins Netz – ein herrlicher Treffer. Und wäre den Krähen kurz darauf in der eingangs erwähnten Szene, als ein Hannoveraner Feldspieler den Torhüter gemimt hatte, nicht der Elfmeter verwehrt worden, vielleicht hätte die Partie einen ganz anderen Verlauf genommen.

Statt dessen mussten die Krähen in der 79. Minute noch das 1:2 schlucken. Umut Yildirim brachte den Ball bei einem Freistoß von der rechten Seite in den Strafraum. Dort war der eingewechselte Abdelkarim Koussi seinen Gegenspielern enteilt. Der langgewachsene Tunesier musste sich noch etwas bücken, um den Ball dann per Kopf im Netz unterzubringen. Wieder eines dieser vielen Standard-Gegentore, die der TSV KK in dieser Saison schlucken muss.

In der Schlussphase versuchten die Krähen noch einmal alles, um ins Spiel zurückzufinden. Doch irgendwann war auch die Nachspielzeit  abgelaufen und die Niederlage besiegelt. Diese Niederlage ist nicht nur mental schwer zu verdauen, sie wirkt sich auch gravierend auf den Tabellenstand aus. Denn neben Iraklis hat mit dem TSV Pattensen ein weiterer Konkurrent aus dem Tabellenkeller am Wochen-ende gewonnen. Krähenwinkels Rückstand zum ersten Nichtabstiegsplatz hat sich damit auf sechs Punkte erhöht.

Jetzt muss die Mannschaft das schaffen, was ihnen in dieser Spielzeit schon zweimal geglückt ist: ein Heimsieg gegen den Tabellenvierten. Denn den  ersten Saisonsieg hatten die Krähen gegen den damaligen Vierten SV Bavenstedt gefeiert. Und den zweiten Sieg der Rot-Blauen gab es gegen die SpVgg Bad Pyrmont, die als Vierter in das Spiel gegangen war. Am nächsten Sonntag, den 28. Oktober geht es für den TSV Krähenwinkel/Kaltenweide um 15 Uhr mit dem Heimspiel gegen den SV Ramlingen/Ehlershausen weiter. Ramlingens aktueller Tabellenstand? Platz Vier.

 

Mannschaft:

J. Helms, Hübner, Bart, Pfeuffer (ab 80.Heineking), Tegtmeyer, Trollmann,       Schorler, S. Helms, Böttcher, Schmidt, Kunstmann

Trainer: Przyklenk

 

Tore:

16. Min 1:0 Angelos Papaefthimiou
64. Min 1:1 Philipp Schmidt
79. Min 2:1 Abdelkarim Koussi

 

Text: Gordon Wendlandt

 

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