TSV KK – Fussball – I. Herren – Mit Traumtoren unter die letzten Acht

 21 September 2018 0 Kommentare

TSV KK gewinnt im Pokal 

Der nächste Ostermontag ist verplant

Der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide steht im Viertelfinale des Fußball-Bezirkspokals. Der Landesligist gewann am Dienstagabend beim TSV Stelingen mit 4:1. Für das Achtelfinale hatten die Krähen den vielleicht stärksten Bezirksligisten, der sich noch im Wettbewerb befand, zugelost bekommen. Die Mannschaft steht an der Spitze der Staffel 2 und drang in der letzten Pokalsaison bis ins Endspiel vor. So erwarteten viele der 200 Zuschauer im Stelinger Wald eine spannende Partie.

Der TSV KK kam gut aus den Startlöchern. Die Anfangsphase gehörte den Krähen, die zielsicher nach vorne spielten und viele Zweikämpfe und Kopfballduelle für sich entschieden. Dennoch hatte der TSV Stelingen die erste aussichtsreiche Tormöglichkeit. Nach Vorarbeit von Demba Djitte scheiterte Ahmet Kaya knapp. Auf der anderen Seite wurde Mohamed Akrout kurze Zeit später kurz vor der Strafraum-grenze gefoult. Ein Fall für Philipp Schmidt. Krähenwinkels Standardexperte legte sich den Ball zurecht – und verwandelte den Freistoß auf direktem Weg.

Die Führung hatte jedoch nicht lange Bestand. Acht Minuten später glichen die Gastgeber aus. Vorausgegangen war ein Missverständnis in der Abwehrreihe, als Torhüter und Verteidiger sich nicht rechtzeitig einigen konnten, wer einen Ball klären solle. So kam Ahmet Kaya an das Spielgerät, um es sogleich zum 1:1 über die Linie zu bugsieren. Der Treffer brachte dem TSV Stelingen Auftrieb. Die Blau-Weißen kamen nun immer besser ins Spiel, während die Krähen ihren Aktionsradius zeitweilig deutlich heruntergefahren hatten. Die Schüsse von Richard Leimann und Aykutalp Beser stellten KK-Torhüter Andre Pigors allerdings vor keine großen Probleme. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff lag der Ball dann doch im Krähenwinkeler Netz – eine Abseitsstellung verhinderte die Anerkennung des Treffers.

Nach dem Seitenwechsel wurde der TSV KK dann wieder deutlich zielstrebiger. Einen guten Freistoß von Philipp Schmidt konnte Stelingens Torhüter Benjamin Benkert mit einer Hand abwehren, und ein Akrout-Tor, das von Louis Trollmann gekonnt vorbereitet worden war, wurde wegen einer abermaligen Abseitsstellung nicht gegeben. In der 64. Minute kam es dann zur erneuten Gästeführung. Nach einem Eckball von Philipp Schmidt von rechts köpfte Helge Heider schulbuchmäßig ein. Die Proteste der Stelinger waren nachzuvollziehen, da der Eckball durchaus umstritten war. Die Rot-Blauen ließen sich davon nicht beirren – und geizten im weiteren Spielverlauf nicht mit sehenswerten Kombinationen. So setzte sich Mohamed Akrout mit all seiner enormen Schnelligkeit und feinen Technik auf der rechten Seite geschickt durch, den anschließenden Torschuss parierte Benkert gut.

Dann spielte Helge Heider den Ball per Kopf nach vorne, Akrout verlängerte ebenfalls per Kopf zu Oliver Pfeuffer, nach dessen folgender maßgenauer Linksflanke  Marcel Kunstmann den Ball nicht richtig traf. In der 82. Minute war es dann so weit. Pfeuffer hatte den Ball stark erkämpft, nach rechts zu Louis Trollmann gespielt, und Trollmann krönte seine starke Leistung, indem ihm das Kunststück gelang, von der Strafraumkante aus ins Netz zu treffen. Als wären die drei bis dahin gefallenen Tore der Rot-Blauen nicht schon schön genug gewesen, setzte Philipp Schmidt noch einen drauf. Aus 40 Metern hob er den Ball über den weit aufgerückten Torhüter hinweg zum Endstand von 4:1 für den TSV Krähenwinkel/Kaltenweide ins Netz.

Die Krähen haben es geschafft, gegen einen starken Gegner im Derby zu bestehen, dem letztmaligen Finalisten mit großer Kampfkraft zu begegnen, eine eigene Schwächephase zu überstehen, um dann zeitweise mit sehenswerten Kombinationen und traumhaften Toren zu glänzen. Jetzt steht KK verdient unter den letzten Acht. Neben den Krähen stehen auch Newroz Hildesheim, der SV Bavenstedt, der FC Sulingen, Schwalbe Tündern, der VfR Evesen und der Koldinger SV im Viertelfinale. Hinzu kommt der Sieger der noch auszutragenden Begegnung zwischen Ramlingen/Ehlershausen und dem OSV Hannover. Die Krähen hoffen auf ein attraktives Los, müssen sich bis zum nächsten Pokalauftritt jedoch noch einige Zeit gedulden. Dafür dürfte nun bei allen aus dem Umfeld der Rot-Blauen der nächste Ostermontag verplant sein. Dann nämlich, am 22.April 2019, wird das Viertelfinale ausgetragen.

Jetzt will der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide den Schwung aus den jüngsten beiden Pflichtspielerfolgen nutzen, um auch im kommenden Landesligaspiel bei der TSV Burgdorf etwas mitzunehmen. Das Spiel im Burgdorfer Stadion an der Sorgenser Straße findet am Sonntag, den 23.September um 15 Uhr statt.

 

Mannschaft:

Pigors, Hübner (ab 56.Tegtmeyer), Heider, Pfeuffer, Marre, Schorler, Schütz, Schmidt (ab 76.Bart), Kunstmann, Trollmann, Akrout (ab 83.Reck)

Trainer: Przyklenk

 

Tore:

14. Min 0:1 Philipp Schmidt
22. Min 1:1 Ahmet Kaya
64. Min 1:2 Helge Heider
82. Min 1:3 Louis Trollmann
90. Min 1:4 Philipp Schütz

 

Text: Gordon Wendlandt

 

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